ich finde es erstaunlich, wie sehr man sich doch an ganz kleine, selbstverständliche dinge gewöhnt.
da ich mit verdacht auf schweinegrippe krank geschrieben bin, hab ich meinen liebsten gebeten, ein paar tage bei seinen eltern zu bleiben, um die ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.
natürlich hat er es nicht bis sonntag abend ausgehalten und kam schon am samstag wieder nach hause. ich hatte mich gut informiert und alles desinfiziert, betten neu bezogen, ständig gelüftet und solche sachen, aber es ist schon schwer, wenn man so eng zusammen wohnt, sich aus dem weg zu gehen.
am schwersten fiel es mir, ihn nicht anzufassen. es ist unglaublich, wie oft man das im laufe des tages tut, selbst wenn man die meiste zeit davon im büro verbringt.
es ist so selbstverständlich, dass man es kaum bemerkt, aber wenn man es plötzlich nicht mehr tun kann, vermisst man es sofort und es fällt unglaublich schwer, "die finger voneinander" zu lassen. eine kleine berührung im vorbeigehen oder ein klaps auf den po fehlt dann genauso sehr, wie sich aneinanderschmiegen und küssen.
wir haben dann beschlossen, dass ich ab sonntag nicht mehr ansteckend bin und wieder ein bisschen gekuschelt.
und irgendwie gehts mir auch schon viel besser