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Verletzt.

Ich bin doch irgendwie erstaunt, wie wenig wichtig man für andere ist. Ich meine jetzt nicht meine Familie, meinen Liebsten oder die engsten Freunde, aber immerhin einen guten Freund, wie ich dachte. Pustekuchen.
Und gerade, weil ich ihn mag, verletzt mich das. Fehleinschätzung (s)einer Person?
Ich fühl mich gar nicht gut.


25.10.05 23:44


Manchmal

Manchmal bringt er mich auf die Palme, ärgert mich, geht mir auf die Nerven und macht, daß ich ihn nicht leiden kann. Und manchmal frage ich mich dann, liegt das an ihm oder an meinem Hormonhaushalt.
Gefährlich sind solche Tage, kann doch aus einer Mücke ein Elefant und aus einer Lapalie ein handfester Streit werden.
Und manchmal liegen dann auch seine Nerven brach, er gibt mir Kontra, reizt mich noch mehr.
Aber manchmal ist er ein wahrer Engel. Versucht, mir alles recht zu machen, was ja ohnehin nicht geht und gibt sich alle Mühe, bloß nicht meinen Unmut zu erregen in diesen Tagen.
Dafür liebe ich ihn, hoffentlich weiß er das.

24.10.05 22:36


Hmpf

Irgendwie komme ich zu gar nichts mehr, weil ich nur noch unterwegs bin. Wenn ich dann mal für ein paar Stunden oder auch eine Nacht zu Hause bin, fehlt mir meistens die Muße, meine Gedanken hier zu äußern.

Dabei habe ich viel gedacht in der letzten Zeit.
Aber heute fehlt mir die Lust, alles auseinanderzuklamüsern. In meinem Kopf ist Unordnung.
Ein ander Mal.
20.10.05 20:56


Patch 1.8

Schlimm ists. Heute kam Patch 1.8. Und nachdem man dann endlich mal auf den Server kam, war ich den ganzen Tag ans Spiel gefesselt und es hat riesigen Spaß gemacht.



Nachdem ich umgeskillt hatte, konnte ich mich in eine Eulenbestie verwandeln. Das war vielleicht toll. Ich hatte so viel Rüstung, wie mein Lieblingspala und machte mit meinen Zaubern fast so viel Schaden wie ein Schurke. Und dann Silithus. Die halbe Welt war zwar dort, was es teilweise ziemlich nervig machte, aber endlich mal wieder ein paar Quests außerhalb von Instanzen.
Und dann zum krönenden Abschluss einen Lbrs-Raid mit der Gilde. Sogar meine Setschuhe sind gedropt :} Es war sowas von toll, aber kein Wunder, hatten wir doch den weltbesten Krieger dabei und dazu noch den allerbesten Pala, ach und überhaupt.
Leider mußte ich dann wieder auf Heiler skillen und meine Moonkinform war futsch, aber Druiden sind nunmal am besten Heiler.

Mir ist natürlich bewußt, daß die meisten Leser mit meinem Geschreibe hier nicht viel anfangen können, es sei denn, sie spielen selbst, aber das macht ja nichts.

Heute wurde ich auch schon wieder bekniet, mir doch bitte bitte, einen Hordechar auf dem Syndikat zu machen. Ich bin immernoch nicht so wirklich überzeugt davon, aber ich glaub, ein Twink wirds werden. Natürlich ein Taurendruide und weil die Weibchen so doof aussehen, mach ich mir ein Männchen und das nenn ich Oskar. So.
13.10.05 03:03


Ärger

Manchmal muß ich mich einfach ärgern, ob ich will oder nicht. Und dann wundere ich mich manchmal über die Gelassenheit mancher Menschen, die in ihrem Tun nun so ganz und gar nichts Falsches finden können.
Schlimm.
10.10.05 22:14


Schlaflos

Mich hat sie nun auch gepackt, die Schlaflosigkeit.
Nachdem ich schon in anderen Blogs davon gelesen hatte und auch in Gesprächen mit Bekannten von deren Schlafstörungen erfuhr, kann auch ich nicht mehr gut schlafen.
Vielleicht liegts ja am Mond, aber ich habe in letzter Zeit Probleme, einzuschlafen, liege oft stundenlang wach und wenn ich schlafen, habe ich Alpträume.
Ich verliere damit fast die Lust, abends (nagut, nachts) ins Bett zu gehen. Dabei schlafe ich eigentlich so gern und freue mich auf meine Träume, an die ich mich, wenn sie schön sind, leider viel zu selten erinnern kann.
Vielleicht trinke ich heute Nacht vor dem Einschlafen mal eine heiße Milch mit Honig.
9.10.05 21:13


Wie ich blogge?!

Heute habe ich eine Mail bekommen, die ich mal nicht sofort gelöscht habe.
In dieser Mail wird man gebeten, an einer Umfrage übers Bloggen teilzunehmen.
Da mich selbst die Ergebnisse interessieren und offensichtlich auch kein kommerzielles Interesse dahinter steht, habe ich teilgenommen.
Wer das auch tun möchte, schaut hier.
Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte, wirft einen Blick hierhin.

5.10.05 23:54


Lust

Nichts ist erregender, als sich gegenseitig heiß zu machen und seiner Lust nicht freien Lauf lassen zu können.
Sich heiße Phantasien ins Ohr flüstern, während zwei Sitze weiter zeitunglesende, aus dem Fenster schauende, gelangweilte Menschen sitzen.
Für andere unsichtbare Berührungen, unhörbare leise Seufzer, unterdrücktes Stöhnen und vor Erregung geschlossene Augen und im Hinterkopf doch immer das Wissen, es jetzt nicht tun zu können.
In aller Öffentlichkeit und trotzdem verborgen entblößte Haut, kratzende Fingernägel auf heißem Fleisch, gierige Lippenpaare, die sich suchen, aufeinanderpressen, sich verschlingen.
Durch die Kleidung sichtbare, fühlbare Erregung, die zu berühren man nicht widerstehen kann, egal, daß jeden Moment jemand vorbeigehen könnte.
Und man hofft nur noch, daß die Zeit schneller vergeht, man rennt den Weg nach Hause fast, reißt sich die Sachen vom Leib, springt unter die Dusche, um sich danach noch nass in zweierlei Hinsicht, auf dem Küchentisch vögeln zu lassen. Schnell, hart und unendlich geil.
5.10.05 22:12


Träume

ín letzter zeit kann ich mich ungewöhnlicherweise ab und zu an meine träume erinnern. (schlafe ich zuviel?)

heute morgen hatte ich einen seltsamen traum.

ich wollte heiraten und zwar m. seltsamerweise mußte er dazu nicht anwesend sein und ich mußte mich erst taufen lassen (obwohl ich ja schon seit 25 jahren getauft bin).
ich war in einem raum, der einerseits wirkte, wie ein klassenzimmer, andererseits aber auch wie eine kirche gestaltet war und vor eine horde jugendlicher, die sich grinsend zu mir umdrehten, stand ein geistlicher und schaute mich böse an. er war wohl mit den ganzen jugendlichen, die wie eine berufsschulklasse wirkten, überfordert und ich geriet auch gleich in streit mit einer, nachdem ich blitzschnell getauft worden war, ohne wasser, nur mit worten.
ich packte eines, dieser komischen mädchen am hosenbund und ließ sie einfach auf den bauch fallen. wie eine puppe. komisch.
dann ging ich hinaus. ein riesiges, verschachteltes gebäude, aber ich fand den weg zur straße, verirrte mich in der großstadt, aber dann war tatter da und mit ihm zusammen fand ich den weg zur wohnung von r., meinem früheren verlobten. was ich da wollte, war mir vorher nicht klar, ich vertrödelte mit tatter noch einige zeit auf bahnhöfen, rolltreppen und in s-bahnen (merkwürdig, wie oft ich von so etwas träume) und dann betrat ich die wohnung von r. ein merkwürdig vertrautes gefühl beschlich mich, sah die wohnung doch aus, wie unsere gemeinsame damals in egestorf. aber ich wußte, daß nun r. mit seiner neuen freundin k. dort lebte und erkannte neben einigen dingen, die früher mir gehörten, auch vieles, was k. gehörte und fühlte mich unwohl.
die ganze wohnung hatte sie umgestaltet, ich wußte aber noch, wo die toilette war. auf dem weg dorthin, warf ich einen blick durch die terrassentür und sah uwe und ute dort mit hund und kindern spielen, komisch, früher hatten wir keine terrasse und uwe und ute leben in springe.
naja, das badezimmer glich eher einer abstellkammer und war schmutzig, aber die selben hässlichen fliesen. seltsamerweise stand ein sofa darin und ich benutzte dennoch diese eklige toilette.
dann ging ich mit tatter weiter durch die wohnung, bemerkte ein neues badezimmer, daß sehr nach k.s geschmack eingerichtet zu sein schien, lauter glaskugeln waren dort, ich weiß noch, wie seltsam ich das fand. und dann schauten tatter und ich durch ein großes fenster. direkt unter uns in einer hofeinfahrt wurde ein porno gedreht und ich konnte genau zwischen die beine einer schönen frau schauen. es war ein buntes durcheinandergeräkel und wir wurden gefragt, ob wir nicht mitmachen wollten, wurden aber von r.s ankunft abgelenkt.
er umarmte mich und ich fühlte mich komisch. wir tauschten belanglosigkeiten und erzählten uns wie immer, daß wir mit unseren "neuen" partnern unheimlich glücklich seien.
komischerweise war ich dabei nackt und weil ich wußte, daß r. das nun nicht mehr mag, bedeckte ich mich mit meinem brautkleid, das aus fast durchsichtigem stoff war.
wir gingen zusammen ins bad und plauderten, als wäre nie etwas zwischen uns geschehen, ich erzählte von meiner bevorstehenden hochzeit mit m. und daß ich mich bei ihm schnell noch schminken und zurechtmachen wollte. er schaute mir zu und putzte mit mir zusammen zähne. komischerweise war das, was ich ausspuckte, kein zahncremeschaum, sondern blut.
r. bekam irgendwelche lustigen ideen in den sinn und umarmte mich von hinten, kitzelte mich und ich mußte so lachen, daß ich mit der nase in mein blut stupste. tatter war die ganze zeit da und plötzlich waren wir wieder in dieser völlig unübersichtlichen großstadt, unterwegs zu meiner hochzeit.
dabei bin ich wohl erwacht.

komisch.
2.10.05 20:10


Musik

In schicker Abendgarderobe, mit dezent geschminktem Gesicht und gestylten Haaren, ein kleines Täschchen unter den Arm geklemmt traten wir aus der Kälte in die hellerleuchtete Wärme dieses großen Veranstaltunghauses in unserer kleinen Stadt. Das Konzert war ausverkauft und es wimmelte nur so von Leuten, daß man aus dem Grüßen gar nicht mehr herauskam.
Wir gaben unsere Mäntel in der Garderobe ab und suchten im großen Saal nach unseren Plätzen. Da wir (wie so oft) spät dran waren, mußten wir nicht lange auf den Beginn warten. Die Musiker des Orchesters betraten die Bühne und nahmen ihre Plätze ein und schon bald darauf hörte man die herrliche Kakophonie des Instrumentestimmens. Einen Augenblick später betrat der Dirigent die Bühne. Applaus brandete auf. Er lächelte souverän. Ein (geschätzter) Mittvierziger mit leicht ergrautem, korrekt frisiertem Haar, sehr groß, sehr schlank. In perfekt sitzendem Frack führte er perfekte Verbeugungen auf und schon gings los. Eine Ouvertüre von Schumann. Sehr schön. Seinen Taktstock zitternd schwingend verließ er den Boden um bis zum Ende des Stückes nicht wieder herunterzukommen. Er tanzte dirigierend zur Musik, die seine Musiker machten und wirkte aufgrund seines frechen Lächelns und seine munteren Bewegungen fast wie eine Parodie seiner selbst. Ich mochte ihn sofort.
Die Musik ließ mich verschwinden. Fort von dieser Welt, hinein in eine andere. Nur allzu schnell aber wurde die Musik vom Beifall des Publikums abgelöst und ich in die Realität dieses schönen Abends zurückgeholt.
Nun war es Zeit für den Höhepunkt des Abends. Klavier. Die Spannung war fast spürbar, man wartete nur auf sie, die Pianistin. Nur ihretwegen war dieser große Saal einmal ausverkauft.
Applaus brandete auf und ich war - sie zum ersten Mal sehend- enttäuscht. Sie sah aus wie eine (stark) gealterte Puppe. Eine lächelnde Puppe in einem viel zu jungendlichen, aber schönen Kleid, die Haare merkwürdig frisiert und so sehr fixiert, daß sich keines ihrer blonden Haare beim Verbeugen mitbewegte. Trotzdem war ich fasziniert von ihrer Ausstrahlung. Annerose Schmidt. Sie setzte sich auf ihre Klavierbank und legte die Hände in den Schoß, wechselte einen Blick mit dem Dirigenten und die Musik begann. Brahms. Das Orchester war zuerst dran, das Klavier schwieg noch und sie saß da und folgte mit einem leichten Wippen des Oberkörpers der Musik.
Als ihr Einsatz näher rückte, zuckten ihre Finger im Schoß nervös und ungeduldig, konnten es wohl kaum erwarten, die Tasten zu berühren. Und dann war es soweit. Kaum erklangen die ersten Tastenklänge, veränderte sich die Atmosphäre, die die Musik erzeugte. Sie spielte Brahms und sie spielte göttlich. Ohne Noten und in einem Tempo, daß man fast Atemlos davon wurde.
In der zweiten Reihe ganz links sitzend hatte ich einen perfekten Blick auf ihre Hände und war neidisch ob ihrer Gewandtheit. Ihre Finger hüpften, flogen, sprangen, schwebten über die Tasten, daß es nur so eine Freude war und entlockten dem Flügen Töne, die mich wieder in eine andere, tiefere, sinnlichere Welt abtauchen ließen. Ich genoß es. Sie spielte in perfekter Harmonie mit dem Orchester und war selbst so sehr in der Musik versunken, daß sie der Welt fast ein wenig entrückt schien. Sie spielte lange, aber viel zu schnell war es vorbei und tosender Applaus brandete auf. Wir klatschten, klatschten, klatschten, waren alle hingerissen und wollten mehr hören, mehr dieser göttlichen Musik. Und sie tat uns den Gefallen. Nachdem unser Klatschen sie mehrmals noch auf die Bühne gelockt hatte, schaute sie leicht zögernd auf den Flügel, nahm dann Platz und begeisterte uns mit einem kleinen, aber rasant schnellen und mir leider völlig unbekannten Stück. Und auch nach diesem wollte das Publikum mehr, hatte noch immer nicht genug, konnte die Ohren nicht vollbekommen. Wieder diese sympathische Lächeln, ein leicht ratloser Blick, ein Schulterzucken und sie saß wieder am Steinway und streichelte die Tasten, diesmal langsam, sacht, eine melancholische Melodie hervorkitzelnd.
Danach ließ sie sich auch durch den nicht enden wollenden Applaus nicht nochmal hervorlocken und so mußten wir einsehen, daß der Höhepunkt des Abends schon vorbei war. Viel zu schnell.
Nun war Pause und ein Glas Sekt, ein paar angenehme Gespräche und die angenehme Wärme röteten meine Wangen.
Dann wieder Musik. Eine Symphonie von Dvorak. Auch wunderschön. Ich gab mich der Musik hin und beobachtete die Musiker im Orchester. Ein Geiger direkt vor mir, riesig und zu seinem Instrument überhaupt nicht passend, spielte unwahrscheinlich gefühlvoll auf seiner winzigen Violine und dahinter der schmale, schmächtige Spieler schrubbte auf seiner Viola herum, als wollte er einen Baum zersägen.
Der Pauker tänzelte leichtfertig und fröhlich auf seinen Häuten herum und der Bassist schien darauf bedacht zu sein, seinen ausladenden Bart beim Umgreifen nicht einzuklemmen. Es war herrlich. Und dann auch bald vorbei. Wir holten unsere Mäntel und drängten in der wogenden Masse hinaus in die dunkle Kälte.
Ein wunderbarer Abend.
1.10.05 19:23


nein, heute ist mir ganz und gar nicht nach bloggen, heute werde ich endlich mal wieder spielen. immerhin war ich eine woche abstinent. :}
28.9.05 13:06


Lachen

manchmal kann ich lachen, ohne wirklichen grund, bis mir die tränen kommen. einfach so. minutenlang. bis mir der bauch weh tut und ich kaum noch luft bekomme.
neulich war das so.
wir waren unterwegs, lagen fernsehschauend im bett (ja, wenn man keinen fernseher hat, schaut man, wenn gelegenheit da ist, sogar ausnahmsweise mal im bett gern fern) und mich plagte, obwohl ich schon einiges gegessen hatte, ein unbestimmter appetit. also ging ich in die mir fremde küche, um mir eine asiatische fünf-minuten-terrine marke noname zu bereiten.
ich füllte wasser in den wasserkocher, steckte den stecker desselbigen in die steckdose, schaltete ihn ein und ging wieder ins bett. nach ein paar minuten begab ich mich wieder in die küche, riß meine asiatische fünf-minuten-terrine auf und füllte das wasser bis zum unteren geriffelten rand, schnappte mir einen löffel und wollte gerade umrühren, als ich mich wunderte, warum das wasser nicht dampfte. todesmutig steckte ich meinen zeigefinger in die brühe und erschrak.
eiskalt. das wasser. eiskalt.
scheiße, dachte ich und wollte mich schon ärgern. tat ich auch, nützte aber nichts, denn davon wurde das wasser auch nicht warm. also kramte ich im schrank nach einem topf, was wohl einige geräusche verursachte, die m. anlockten. auf seine frage hin, was denn los sei, wollte ich schon meckern, weil ich mich ja ärgerte, aber dann erklärte ich es ihm und brach unvermittelt in lachen aus, das mehrere minuten andauerte, ihn ansteckte, und mich völlig fertig machte. ich krümte mich zwischen den küchenschränken, hielt mir den bauch und lachte, lachte, lachte.
herrlich, ich liebe das. es macht unheimlich gute laune und irgendwie auch glücklich.
was natürlich daran liegt, daß beim lachen endorphine ausgeschüttet werden, die eine euphorisierende wirkung haben und außerdem. wer mehr über lachen wissen möchte, der schaue mal hier.



nachtrag: was ich natürlich zu erwähnen vergessen habe, ist der grund, warum das wasser statt heiß kalt war. der ist folgender: anstelle des steckers für den wasserkocher erwischte ich den stecker für die kaffeemaschine.
ich stelle fest, menschen, die nach jeder benutzung die stecker ihrer geräte aus der steckdose ziehen, sind mir irgendwie unsympatisch.
27.9.05 17:10


Wochenende

über mein wochenende gibts eigentlich gar nichts zu berichten. sonderlich aufregend war es nicht. trotzdem sehr schön, aber auch fast ein bisschen spießig.

wir haben freunde besucht und auch verwandte. am sonntag waren wir eine weile im wald, aus welchem ich auch die zecke mit nach hause brachte und ziemlich viele pilze, die ich gar nicht esse.

zu erwähnen wäre vielleicht noch ein besonders toller film, den wir am freitag bei miq geschaut haben:



Metropolis


ich kannte ihn zwar schon, habe ihn aber mit begeisterung nochmals gesehen. obwohl ein stummfilm, wird er an keiner stelle langweilig, ganz im gegenteil. ich war fasziniert von der ausdruckskraft der schauspieler. sehr sehenswert.
26.9.05 13:35


Viehzeug

heute morgen, nach dem dritten aufwachen lag ich nichts böses ahnend im bett und überlegte, ob ich mich nun langsam aus den federn erheben sollte, als mein blick plötzlich auf einen kleinen schwarzen punkt auf meinem arm fiel.
ich kratzte ein bisschen daran herum, weh tats nicht. komisch. ich schaute genauer hin.
igitt, eine zecke!
wie vom blitz getroffen sprang ich auf und zeigte meinen arm samt zecke erstmal m., der in der küche derweil damit beschäftigt war, den erdbeersaft, der auf den boden getropft war, aufzuwischen.im ersten moment dachte ich schockiert, er wische an einer riesigen blutlache.
sonderlich beeindruckt von meinem lebenden mitbewohner war er scheinbar nicht, also verkrümelte ich mich auf der suche nach einer pinzette ins badezimmer. ich verschwendete noch einen gedanken daran, ob ich die zecke jetzt lieber rausdrehen oder einfach ziehen sollte, vielleicht vorher noch mit öl beträufeln oder was man nicht alles mal gehört hat. alles quatsch, zack, raus war sie. zum glück komplett. ich wusch mir gleich ausgiebigst den ganzen arm und suchte, weils mir nun überall juckte, meinen ganzen körper nach weiteren parasiten ab. zum glück vergebens.

ist es nicht eklig, was man alles aus dem wald mit nach hause bringt?
26.9.05 13:12


merkwürdiges

heute morgen bin ich aufgewacht und nahm sofort einen seltsamen, unangenehmen und ziemlich beunruhigenden geruch wahr. irgendwie nach verschmortem kabel, dachte ich. na egal. rumgedreht. weitergeschlafen. eine stunde später war der geruch noch immer da. ich stand auf. schnupperte mich durch die wohnung, konnte aber nichts ungewöhnliches finden. mein liebster roch sowieso gar nichts. irgendwie ist sein geruchssinn wohl dem rauchen zum opfer gefallen.
aber an schlafen war nun ohnehin nicht mehr zu denken, also gingen wir in die küche um frühstück zu machen. dort nahm sogar seine vernebelte nase diesen geruch wahr.
gesucht, nichts gefunden. dann meinte er: vielleicht ist das der fisch.
gestern abend hatten wir ein wenig kabeljaufilet zum auftauen auf ein glasbrett gelegt. ich schnupperte, fand aber, daß der fisch ganz einfach nach fisch roch, so wie fisch riechen muß.
aber dann.... dann fiels ihm auf. das auftauwasser des fisches tropfte von den brett auf den schrank und von dem schrank weiter nacht unten.... genau auf den dimmer unserer lampe. die lampe ging nicht mehr. vorsichtshalber zog ich mal den stecker raus. dann versuchte ich vorsichtig, den dimmer vom boden zu lösen, ging nur unter kraftaufwand. das ding war doch tatsächlich am linoleum unserer küche festgeschmort. ohgott, dachte ich. wir leben noch.
es hätte auch brennen können und wir wären still erstickt des nachts. aber glücklicherweise hats die sicherung rausgehauen, was wir allerdings erst bemerkten, als die kaffeemaschine sich standhaft weigerte, kaffee zu brühen.
naja. lampe futsch, aber sonst alles heile. gar nicht so schlimm. kaffee gabs dann auch.

überhaupt geschehen heute komische dinge.
meine waschmaschine hört immerzu mitten beim waschen einfach auf. wenn ich dann bissel an den knöpfen spiele, macht sie weiter. hat sie ein übersteigertes aufmerksamkeitsbedürfnis?

und dann bei myblog: ich wollte jemandem beim anlegen eines blogs helfen. ist ja auch kinderleicht. alles eingestellt bis zur farbe der navigation und der links. was bei mir problemslos klappte, geht heute einfach gar nicht. egal bei welchem layout, egal welche farbe man angibt, egal welcher hintergrund: immer ist die farbe ein schreiendes neongrün. unschön, aber einfach nicht zu ändern.
(für anregungen um dieses problem zu beheben bin ich dankbar)


jedenfalls ist heute ein komischer tag.
mal sehen, was noch so kommt.

nachtrag: gerade fiels mir ein: die waschmaschine ist böse auf mich, weil ich unsere zwei einzigen kuscheltiere heute mit hineinstopfte. bestimmt liegts daran. ist ja auch gemein, den kuscheltieren sowas zuzumuten und sicherlich haben die zwei nun die waschmaschine gegen mich aufgebracht, so daß diese jetzt rebelliert.
naja. mal sehen, wer am ende gewinnt.
22.9.05 13:48


in aller frühe

ich hatte ganz vergessen, wie herrlich es sein kann, so früh aufzustehen.
alles ist noch ruhig, frisch, unbemenscht, sogar dunkel.
auch die luft riecht morgens anders, besser.
und im moment ohnehin schon wieder nach herbst. der sommer ist vorbei.
ich mag es ganz besonders, diesen geruch am anfang einer neuen jahreszeit. ganz unwillkürlich kommen erinnerungen an vergangene tage.
und ich mag den herbst. auch, wenn alle welt dem sommer hinterhertrauert, mir ist der herbst fast die liebste jahreszeit. wenn es langsam kühler wird, morgens die luft so klar ist oder nebelig und die welt sich bunt anzieht.
willkommen herbst.

21.9.05 07:18


geredet

gestern nacht im bett.
es ist gut. noch immer ist nicht alles besprochen, aber das wichtigste und es geht uns besser.
wir wissen wieder, was wir uns wert sind.
21.9.05 07:09


schon wieder

streit.
um eigentlich nichts. warum macht er mich trotzdem immer so wütend?
eigentlich ist es kein wunder, haben wir ja nach dem letzten wirklich schlimmen streit nichts beredet, nichts geklärt, einfach alles in der schwebe gelassen und so sammelt sich mehr unmut an als sein müßte.
ich könnte mich ärgern, aber ich bin ja selbst schuld. wenn er schon nicht den ersten schritt in richtung gespräch macht, sollte ich es tun, wie immer.
daß er aber auch immer alles ignorieren muß. sowas das, was ich ihm sage als auch das, was er hier liest. interessiert es ihn einfach nicht?
ich fühl mich schlecht.
20.9.05 15:11


zuviel

ich schreibe und schreibe und hab dabei viel mehr im sinn als aus meinen fingern in die tasten strömt. zuviel, um es geordnet in worten und sätzen wiederzugeben. sehr viele eindrücke.
das wesentliche ist in meinem kopf, nicht in meinem worten verblieben.
ich kanns nicht ändern.
18.9.05 20:25


Hochzeit

mit manchen menschen harmoniert man einfach nicht, da kann man machen, was man will, toleranz und höflichkeit hin oder her. jedenfalls ist das bei mir so.

mein onkel hat gestern eine solche frau geheiratet.
ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß sie so dominant ist (nein, dominante frauen mag ich einfach nicht, ganz im gegensatz zu dominanten männern ^^) oder daran, daß ich zu wenig selbstbewußtsein für eine solche person habe.

aber natürlich hab ich mir dann davon nicht die laune verderben lassen. es war herrlich mal wieder mit meinen eltern und meiner schwester samt ihrem freund zusammensein zu können und stundenlange frühstücksgespräche ließen den tag wunderbar beginnen. als wir halb eins endlich fertig waren mit dem frühstück und seinen gesprächen, begann das große anziehen, umziehen, sachen probieren, schminken und all son frauenkram. es war herrlich, weils schon so lange her ist, daß wir drei frauen das zusammen genießen konnten. zum glück wars dann doch so warm, daß ich mein totschickes kleid anziehen konnte und darin fühlte ich mich dann auch wirklich wohl.

die trauung fand in irgendeiner freikirche statt und ich fand es dort recht merkwürdig. ein kirchengebäude in dem sinne, wie man sich das nun vorstellt, gab es nicht, nur ein gemeindehaus. das war für mich protestantisch erzogene erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. ein großer teil der feierlichen atmosphäre ging dadurch verloren, der raum wirkte eher wie ein seminarraum, war allerdings sehr schön hergerichtet. der pfarrer oder wie man ihn dort nennen mag duzte gleich alle anwesenden, aber der "gottesdienst" war doch erstaunlich angenehm, selbst wenn jedes vierte wort "herr" war.

naja, geschmackssache. besonders feierlich fand ichs wirklich nicht, aber das ist ja auch geschmackssache. dafür war die ganze hochzeit auch frei von jeglichem kitsch und klischee, was ich sehr erfreulich fand. kein "bis daß der tod euch scheide", kein brautstraußwerfen, kein albernes paarspiel. dafür wunderbare musik, live natürlich und sehr viele angenehme gespräche, kreatives programm, organisiert vom sohn der braut, der musiker ist und somit auch prädestiniert für eine solche abendgestaltung.

kurzzeitig hätte ich mir von der dominanten braut fast noch die herrliche laune verderben lassen, aber ich konnte mich beherrschen. und war dank einiger gläser äußerst wohlschmeckenden rotweins auch in vorzüglicher stimmung.
der abend ging dann viel zu schnell zu ende und das frühstück in der ganzen (großen) familie war viel früh anberaumt für mein müdigkeitsempfinden.
viel zu früh sind wir dann auch wieder nach hause gefahren, hätte ich doch gern das buch, welches mir dort in die hände fiel, zuende gelesen.
ich werde es nachholen.

was ich allerdings nicht verstanden habe, warum man in diesem alter nochmals heiraten muß. braucht man dieses verstaubte ritual als bestätigung der liebe zueinander? beide haben geschiedene ehen hinter sich, erwachsene kinder und mir ist nicht ganz klar, warum sie, trotz nachteiliger steuerklasse nun, nochmal geheiratet haben.
aber jeder wie er möchte.
schön wars jedenfalls. :}
18.9.05 20:19


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