menschliches
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gute laune
wie schön ist es doch, wenn man unverhofft etwas unbezahlbares geschenkt bekommt.
völlig überraschend wurde mir heute eine stunde zeit geschenkt und die ist ja immerzu mangelware.
außerdem bekam ich so unglaublich liebe worte von einem kollegen per mail, dass das grinsen heute partout nicht aus meinem gesicht verschwinden kann 
gute laune ist toll.
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selbstverständlichkeiten
ich finde es erstaunlich, wie sehr man sich doch an ganz kleine, selbstverständliche dinge gewöhnt.
da ich mit verdacht auf schweinegrippe krank geschrieben bin, hab ich meinen liebsten gebeten, ein paar tage bei seinen eltern zu bleiben, um die ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.
natürlich hat er es nicht bis sonntag abend ausgehalten und kam schon am samstag wieder nach hause. ich hatte mich gut informiert und alles desinfiziert, betten neu bezogen, ständig gelüftet und solche sachen, aber es ist schon schwer, wenn man so eng zusammen wohnt, sich aus dem weg zu gehen.
am schwersten fiel es mir, ihn nicht anzufassen. es ist unglaublich, wie oft man das im laufe des tages tut, selbst wenn man die meiste zeit davon im büro verbringt. es ist so selbstverständlich, dass man es kaum bemerkt, aber wenn man es plötzlich nicht mehr tun kann, vermisst man es sofort und es fällt unglaublich schwer, "die finger voneinander" zu lassen. eine kleine berührung im vorbeigehen oder ein klaps auf den po fehlt dann genauso sehr, wie sich aneinanderschmiegen und küssen.
wir haben dann beschlossen, dass ich ab sonntag nicht mehr ansteckend bin und wieder ein bisschen gekuschelt.
und irgendwie gehts mir auch schon viel besser
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erschöpft
meine güte, bin ich heute k.o. ich weiß gar nicht, woran das liegt.
schon auf dem heimweg war ich total schlapp. natürlich wars auf arbeit mal wieder anstrengend, aber auch nicht mehr als sonst. ich hoffe, ich werde nicht krank.
möglich wäre es schon, immerhin fehlt schon fast die hälfte meiner kollegen und das sind über 50. in so einem großraumbüro steckt man sich eben auch leicht an. obwohl wir natürlich alles mögliche dagegen tun. nicht nur das desinfektionsmittel und die ständig durchwuselnden putzfrauen sowie tücher zum reinigen von tastatur, maus und telefon sollen helfen, uns alle gesund zu halten, heute gab es sogar die möglichkeit, sich im haus impfen zu lassen. ich halte ja von der ganzen impferei überhaupt nichts, hab mich natürlich nicht impfen lassen.
lieber stärke ich mein immunsystem und das hat bisher auch sehr gut funktioniert. nichtmal als mein liebster neben mir im bett gefiebert, gehustet und geschnupft hat, habe ich mich angesteckt. aber heute ... irgendwie bin ich schlapp, kopfschmerzig und hundemüde. gerade schon bin ich auf der couch eingeschlafen, dabei habe ich soviel noch zu tun. mal sehen, ob ich mich noch aufraffen kann und mich dann mit einem heißen bad belohne.
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Ein Brief
Lieber D.,
ich hoffe so sehr, dass Du meiner Bitte entsprochen hast und diese Zeilen hier liest.
Ob es richtig ist, Dir zu schreiben, weiß ich nicht zu sagen. Aber ich habe eine ganze Nacht lang darüber nachgedacht und es ist mir einfach ein Bedürfnis. Natürlich hatte ich Hemmungen, einen privaten Brief hier so offen zu schreiben, aber anders kann ich Dich nicht erreichen. Leider gibt es ja die mir früher bekannte Emailadresse nicht mehr, auch die Handynummer existiert nicht mehr. Auf meine Nachrichten in cc hast Du leider nicht reagiert und auch nicht auf mein Geflüster.
Ich überlege noch immer, warum Du mich ignorierst. Ich kann mich erinnern, dass wir oft "gestritten" haben vor drei Jahren bevor Du doch recht aprupt aus meinem Leben verschwandest. Mein Leben war vor drei, vier Jahren so durcheinander, ich mußte mich darauf konzentrieren, alles neu zu ordnen. Es tut mir leid, wenn Du dabei zu kurz kamst, aber bitte sei gewiß, dass ich Dich niemals verletzen wollte, sollte ich das getan haben. Ich weiß, dass ich eine ganz schlimme Phase hatte. Ich war ziemlich durch den Wind, aber es ist nunmal nicht immer alles toll und das war eben eine Erfahrung, die ich früher oder später machen mußte. Mein Leben verlief vorher in viel zu geordneten Bahnen. Ich war unerträglich negativ und stand mit selbst im Weg. Ich habe Dir geschrieben, dass man mich so nicht mögen kann, mich auch deshalb zurückgezogen. Es war richtig so, ich habe das gebraucht, um wieder zu mir selbst zu finden. Letztendlich hat das geklappt, aber natürlich war es mit Verlusten verbunden, die sich kaum oder auch gar nicht verwinden lassen.
Fest steht, dass ich noch immer an Dich denke. Du warst so ein wichtiger Teil in meinem Leben, dass ich Dich auch nicht vergessen kann. Und es schmerzt auch nach drei Jahren noch, nicht mehr mit Dir reden zu können.
Möglicherweise habe ich mich ja getäuscht in dem, was ich Dir für mich zu empfinden unterstellt habe. Vielleicht war ich ja doch nur ein Spielzeug und ein netter Zeitvertreib. Meine Gefühle jedoch gingen darüber hinaus. Und noch jetzt klopft mein Herz schneller, wenn ich an Dich denke.
Ich lese oft die Nachrichten, die sich noch in meiner Postbox befinden und auch die Kommentare im Sb, genau wie die Mails und Chatlogs, die ich von uns gespeichert habe. So sehr sehne ich mich nach Deinen Worten.
Bitte sprich doch wieder mit mir. Du fehlst sehr.
LNS
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kinder, wie die zeit...
ist es nicht merkwürdig, wie manches sich miteinander verknüpft?
neulich habe ich mein kleines, aber sehr volles schmuckkästchen vor mir auf den schreibtisch gekippt. nach einer halben stunde hatte ich dann alle 13 halsketten, die ich besitze, entwirrt und in die hände fiel mir, lange nicht getragen, das geschenk eines sehr lieben menschen. so an ihn erinnert, da ich ja schon so lange kaum mehr kontakt zu ihm hatte, wollte ich ihm schreiben, aber mir fielen die richtigen worte nicht ein. eines abends aber, erinnerte ich mich an sein blog und als ich es aufrief, gab es neue einträge, die ich mit spannung las. so gern wollte ich ihm auch etwas schreiben, aber es hat ein paar tage gedauert, bis ich mich für ein paar wenige worte entschieden hatte. noch im überlegen begriffen, hatte ich auf seiner seite gestöbert und bin - huch - über mein eigenes blog gestolpert, das ich ja seit jahren nicht mehr aufgerufen und somit völlig vergessen hatte. wie in meinem ersten beitrag geschrieben, war es ein vergnügen, in meinen früheren einträgen zu stöbern und vieles, das ich längst vergessen hatte, noch einmal zu erleben.
wie viel passiert doch in so wenigen jahren.
vielleicht schreibe ich einfach weiter hier. egal ob es passt oder nicht. in ein paar jahren werde ich mich freuen, so wie jetzt und wie früher schon, werde ich die welt mit ganz anderen augen betrachten, wenn ich mir überlege, worüber ich am abend schreiben werde.
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Wandel
In den letzten Monaten hat sich so viel getan. Nicht nur meine Lebensumstände haben sich geändert, auch in mir hat sich vieles verändert. Vielleicht ist es mir deshalb immer schwerer gefallen, hier etwas zu schreiben, denn dieses Blog gehört nicht mehr zu meinem neuen Ich, ist etwas, das ich nicht mehr will, das mir so auch nie richtig gefallen hat, mir daher nicht ans Herz gewachsen ist. Ich entwickele mich immer weiter, erweitere meinen Horizont und lerne mich selbst und dadurch auch andere immer besser kennen. Darüber möchte ich auch schreiben, aber nicht hier, sondern mehr für mich, anonym. Deshalb verabschiede ich mich. Das Blog bleibt zwar vorerst bestehen, aber ich werde wohl gar nicht mehr oder wie bisher nur noch selten hier schreiben.
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Vergessen
Ganz vergessen hatte ich diese Seite hier. Allzu viel ist in der letzten Zeit passiert und so ist mein Blog leider zu kurz gekommen und vernachlässigt worden. Jetzt hat mich zwar Tatti dran erinnert (danke ^^), aber ich bin viel zu benebelt von der Musik, die ich schon den ganzen Abend höre, um Gedanken verständlich formulieren zu können. Also verschiebe ich es -wie viel zu vieles- auf morgen. Flucht in Träume.
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Berg und Tal
Meistens geht es mir gut.
Manchmal geht es mir auch nicht gut.
Aber egal, ob es mir gut geht oder schlecht, ich habe immer ein offenes Ohr für den Kummer und die Probleme anderer, vor allem meiner Freunde. Ich versuche immer, für andere da zu sein und zu helfen, schlage mir Nächte um die Ohren um mir Kummer anzuhören und zu trösten, nach Lösungen zu suchen oder auch einfach nur da zu sein.
Aber wenn es mir mal nicht gut geht, ist niemand da. Das allein ist verletzend genug, dann aber noch zu hören "tut mir leid wenn ich dich alleine lasse, wenns dir nicht gut geht, aber ich meld mich mal wieder wenn du mal wieder nett bist", geht auch über das hinaus, was ich zu ertragen bereit bin. Ist ein solcher Mensch Freund zu nennen? Er, mit dem ich nächtelang über seine Probleme diskutiert habe, dem ich immer zuhöre und für den ich immer versuche, da zu sein?
Aber er ist ja nicht der einzige. Es scheint aller Welt immer schlecht zu gehen und so hat niemand mal Zeit und Lust und Nerv, sich mit mir zu beschäftigen.
Vielleicht platze ich irgendwann an aufgestautem Kummer.
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Fauler Sonntag
Manche Tage sind einfach wunderbar. Man geht morgens ins Bett, schläft bis mittags, wird ohne Wecker wach und beschließt, im Bett zu frühstücken, pieksende Krümel hin oder her. Dazu ein hinreißender französischer Liebesfilm, der bezaubert ohne kitschig zu sein; und danach noch wilde Schmusereien und Innigeres. Kann ein Tag schöner sein?
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Mal wieder ein Märchen...
... und noch dazu ein besonders Schönes.
Schlechte Nachrichten
Nichts rührte sich im Tal der Drachen. Nebel trieb vom nahen Meer herbei und blieb zwischen den Bergen hängen. Vögel zwitscherten zaghaft in dem feuchten Dunst und die Sonne verbarg sich hinter den Wolken.
Da huschte eine Ratte die Hänge hinunter. Sie überschlug sich, kugelte über die vermoosten Felsen und rappelte sich wieder auf. »Hab ich's nicht gesagt?«, schimpfte sie vor sich hin. »Hab ich's ihnen nicht gesagt?« Schnuppernd hob sie die spitze Nase, lauschte und lief auf eine Gruppe krumm gewachsener Tannen zu, die am Fuße des höchsten Berges standen.
»Vor dem Winter«, murmelte die Ratte. »Schon vor dem Winter hab ich es gerochen, aber nein, sie wollten es nicht glauben. Sie fühlen sich hier sicher. Sicher! Pah!«
Unter den Tannen war es dunkel, so dunkel, dass man den Spalt kaum sah, der in der Bergflanke klaffte. Wie ein Schlund schluckte er den Nebel.
»Sie wissen nichts«, schimpfte die Ratte. »Das ist das Problem. Sie wissen gar nichts von der Welt. Nichts, überhaupt nichts.«
Vorsichtig sah sie sich noch einmal um, dann verschwand sie in der Spalte. Eine große Höhle verbarg sich dahinter. Die Ratte huschte hinein, aber sie kam nicht weit. Jemand packte ihren Schwanz und hob sie in die Luft.
»Hallo, Ratte! Was machst du denn hier?«
Ratte schnappte nach den pelzigen Fingern, die sie festhielten, aber außer ein paar Koboldhaaren bekam sie nichts zu fassen. Wütend spuckte sie sie aus.
»Schwefelfell!«, fauchte sie. »Lass mich auf der Stelle los, du hohlköpfige Pilzfresserin! Ich habe keine Zeit für Koboldscherze.«
»Keine Zeit?« Schwefelfell setzte Ratte auf ihre Pfote. Sie war noch ein junges Koboldmädchen, klein wie ein Menschenkind, mit geflecktem Fell und hellen Katzenaugen. »Wieso, Ratte? Was hast du denn so Wichtiges vor? Brauchst du einen Drachen, der dich vor hungrigen Katzen beschützt?«
»Es geht nicht um Katzen!«, zischte Ratte wütend. Sie mochte Kobolde nicht. Aber alle Drachen liebten die Pelzgesichter. Sie lauschten ihren seltsamen kleinen Liedern, wenn sie nicht schlafen konnten. Und wenn sie traurig waren, konnte niemand sie besser trösten als so ein frecher, nichtsnutziger Kobold.
»Wenn du es wissen willst, ich habe schlechte Nachrichten, sehr schlechte«, näselte Ratte. »Aber die werde ich nur Lung erzählen, ganz bestimmt nicht dir.«
»Schlechte Nachrichten? Pfui, Schimmelpilz. Was denn für welche?« Schwefelfell kratzte sich den Bauch.
»Setz - mich - runter!«, knurrte Ratte.
»Na gut.« Schwefelfell seufzte und ließ Ratte auf den felsigen Boden hüpfen. »Aber er schläft noch.«
»Dann werde ich ihn wecken!«, fauchte Ratte und lief tiefer in die Höhle hinein, dorthin, wo ein blaues Feuer brannte und Dunkelheit und Nässe aus dem Bauch des Berges vertrieb. Hinter den Flammen schlief der Drache. Er hatte sich zusammengerollt. Den Kopf hatte er auf die Tatzen gelegt. Sein langer, gezackter Schwanz ringelte sich um das wärmende Feuer. Die Flammen ließen seine Schuppen leuchten und warfen seinen Schatten an die Höhlenwand. Ratte huschte auf den Drachen zu, kletterte auf seine Tatze u
nd zupfte ihn am Ohr.
»Lung!«, rief sie. »Lung, wach auf. Sie kommen!«
Verschlafen hob der Drache den Kopf und öffnete die Augen.
»Ach, du bist es, Ratte!«, murmelte er. Seine Stimme war ein bisschen rau. »Ist die Sonne schon untergegangen?«
»Nein, aber du musst trotzdem aufstehen! Du musst die anderen wecken!« Ratte sprang von Lungs Pfote und lief unruhig vor ihm auf und ab. »Ich habe euch gewarnt. Aber ihr wolltet ja nicht hören.«
»Wovon redet sie?« Fragend sah der Drache zu Schwefelfell hinüber, die sich ans Feuer gesetzt hatte und an einer Wurzel knabberte.
»Keine Ahnung!«, schmatzte Schwefelfell. »Sie redet schon die ganze Zeit so wirres Zeug. Es passt eben nicht viel Verstand in so einen kleinen Kopf.«
»Ach ja?« Ratte schnappte empört nach Luft. »Das, das ...«
»Hör nicht auf sie, Ratte!« Lung stand auf, reckte den langen Hals und schüttelte sich. »Sie hat schlechte Laune, weil ihr Fell feucht ist von dem Nebel.«
»Ach was!« Ratte warf Schwefelfell einen giftigen Blick zu. »Kobolde haben immer schlechte Laune. Seit Sonnenaufgang bin ich auf den Pfoten, um euch zu warnen. Und was ist der Dank?« Ihr graues Fell sträubte sich vor Ärger. »Ich muss mir ihre pelzigen Dummheiten anhören!«
»Wovor denn warnen?« Schwefelfell warf den abgeknabberten Rest ihrer Wurzel gegen die Höhlenwand. »Bleichstieliger Schüpperling! Wenn du nicht endlich aufhörst, es so spannend zu machen, bind ich dir einen Knoten in den Schwanz!«
»Schwefelfell!« Lung schlug ärgerlich mit der Tatze ins Feuer. Blaue Funken flogen dem Koboldmädchen auf den Pelz und erloschen dort wie winzige Sternschnuppen.
»Ja, ja, schon gut!«, brummte sie. »Aber diese Ratte kann einen wirklich verrückt machen mit ihrem ewigen Drumherumgerede.«
»Ach ja? Dann hör mir jetzt mal zu!« Die Ratte richtete sich zu ihrer vollen Größe auf, stemmte die Pfoten in die Seiten und bleckte die Zähne.
»Diiieee Menschen kommen!«, fauchte sie so schrill, dass ihre Stimme in der Höhle widerhallte. »Die Menschen kommen! Weißt du, was das heißt, du blätterwühlender, pilzfressender, zottelköpfiger Kobold? Sie kommen hiiiierheeer!«
Totenstill war es plötzlich.
Schwefelfell und Lung saßen da wie erstarrt. Nur Ratte zitterte immer noch vor Wut. Ihre Schnurrbarthaare bebten und ihr Schwanz zuckte auf dem Höhlenboden hin und her.
Lung regte sich als Erster wieder.
»Die Menschen?«, fragte er, beugte den Hals und hielt Ratte seine Tatze hin. Mit beleidigter Miene trippelte sie hinauf. Lung hob sie vor seine Augen. »Du bist sicher?«, fragte er.
»Ganz sicher«, antwortete die Ratte.
Lung senkte den Kopf. »Es musste so kommen«, sagte er leise. »Sie sind schon überall. Ich glaube, es werden immer mehr.«
Schwefelfell saß immer noch da wie betäubt. Plötzlich sprang sie auf und spuckte ins Feuer. »Unmöglich!«, rief sie. »Hier ist nichts, was sie mögen. Gar nichts!«
»Pah!« Die Ratte lehnte sich so weit hinunter, dass sie fast von Lungs Tatze kippte. »Rede nicht so einen Unsinn. Du warst doch selbst schon bei den Menschen. Es gibt nichts, was sie nicht mögen. Es gibt nichts, was sie nicht haben wollen. Hast du das schon vergessen?«
»Ja, ja, schon
gut!«, brummte Schwefelfell. »Du hast Recht. Sie sind gierig. Sie wollen alles für sich.«
»Ja, das wollen sie!« Die Ratte nickte. »Und ich sage euch, sie kommen hierher.«
Das Drachenfeuer flackerte. Die Flammen sanken zusammen, bis die Dunkelheit sie fraß wie ein schwarzes Tier. Nur eins ließ Lungs Feuer so schnell verlöschen: Traurigkeit. Der Drache blies sacht auf den felsigen Boden und die Flammen flackerten wieder auf.
»Das sind wirklich schlimme Neuigkeiten, Ratte«, sagte Lung. Er ließ Ratte auf seine Schulter springen und ging langsam auf den Höhlenausgang zu. »Komm, Schwefelfell«, sagte er. »Wir müssen die anderen wecken.«
»Na, die werden sich freuen!«, knurrte Schwefelfell, strich sich das Fell glatt und folgte Lung hinaus in den Nebel.
Cornelia Funke: "Drachenreiter"
Dies ist der Beginn eines besonders lesenswerten Buches, welches ich Dank eines wunderbaren Menschens entdeckte, von ihm geschenkt bekam und in nur wenigen Nächten verschlang. Es hat mich in eine andere Welt entführt und träumen lassen.
(MiQ, ich hoffe, Du bist damit einverstanden und mir nicht böse, dass ich mir dein so toll gezeichnetes Drachenbild ausgeliehen habe )
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immer...
... nehme ich mir vor, zu schreiben, aber nie tue ich es. Warum nur? Ich habe zwar nun endlich meinen Wow-Account gekündigt, aber trotzdem ist mein Tag jeden Tag so ausgefüllt, dass ich gar nicht dazu kommen würde, wenn ich nicht etwas anderes dafür weglasse. Jetzt, nachts, bin ich meist in so melancholischer Stimmung, dass ich mir das Schreiben lieber verkneife. Obwohl ich nicht traurig oder deprimiert bin. Mich macht die Dunkelheit einfach oft melancholisch, vielleicht auch besonders im Winter. Ich sollte mal wieder öfter nach draußen gehen, an die frische Luft, in die Natur. Licht tut gut. Leben auch.
Neulich war die Saale zugefroren, das hat mir gefallen. Und in meinem Kopf herrscht ein Gedankendurcheinander, kein negatives.
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weil...
... es ja Menschen gibt, die nicht wissen, was ein Eumel ist und ich gerade kein Photo habe, habe ich mal meine künstlerischen Fähigkeiten spontan walten lassen und dabei ist folgendes entstanden:
... und weil ich nicht weiß, wie Wirsing in Österreich genannt wird:
;]
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verzaubert
Übers Wochenende bin ich weggefahren, mitten hinein in eine dicke Nebelsuppe. Merkwürdigerweise wird Nebel fast immer mit Negativem in Verbindung gebracht und selbst mir ists ziemlich unheimlich, bin ich im Nebel allein. Wahrscheinlich hätte ich "Nebel des Grauens" nicht sehen sollen. Aber auch in Geschichten und Märchen kommt fast immer Böses aus dem Nebel. Dabei ist er so schön. Weich und weiß und leise, wie Watte. Er macht alles angenehm verschwommen und unklar, verdeckt das hässliche und hüllt die Welt in milchige Unwirklichkeit.
Aber als ich heute morgen aus dem Fenster schaute, erschien mir alles wie verzaubert. Als wäre die Schneekönigin vorbeigegangen und hätte mit ihrem eisigen Atem die Welt berührt. Alles, wirklich alles war von Rauhreif überzogen. Die Bäume ringsum sahen aus wie aus weißem Glas geblasen und selbst die tristen braunen Gräser und grauen Spinnweben erstrahlten in glitzerndem Weiß, umhüllt vom Nebel. Da die Sonne den Nebel nicht durchdrang, blieb der kalte, weiße Glitzer den ganzen Tag und als ich durch die Landschaft nach Hause fuhr, kam ich mir vor wie in einem Feenwald.
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tz
MiQ kritisiert mich. Ich sollte wohl mal wieder mehr schreiben, wenn ich nur wüßte was. Ich hab ohnehin nur noch negative Gedanken und die behalten ich lieber für mich.
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Stimmungen
Gerade im Moment erlebe ich Stimmungen sehr intensiv. Ich werde unversehens von einer in die nächste geworfen, manchmal reichen dafür schon ein paar Worte eines mir lieben Menschen, so wie eben.
Dabei sind solche Stimmungen nicht einmal klar abgegrenzt, nicht genau beschreibbar, bestehen eher aus einen Gemisch von Empfindungen als nur aus einer einzigen klar fassbaren Gefühlsregung.
Gerade fühle ich eine Traurigkeit, die aber nicht unbedingt meine ist, und Melancholie, die sehr wohl zu meinem Wesen gehört. Vor ein paar Minuten war davon noch nichts zu spüren, meine Laune war gut, sogar heiter. Jetzt bin ich nachdenklich und ernst, was ja nichts schlechtes ist, aber es mischen sich noch undefinierbare Empfindungen dazu, die mir ein merkwürdiges Gefühl in den Bauch zaubern.
Ich werde ein bisschen lesen.
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lustlos
mir ist voll und ganz die lust am schreiben abhanden gekommen und ich weiß nichtmal, wieso.
es liegt nicht am spielen, das habe ich mittlerweile reduziert, sogar einen halbwegs geregelten tagesablauf habe ich mir wieder angewöhnt und es passiert eigentlich auch genug, über das zu schreiben sich lohnen würde.
aber vielleicht ist es auch gerade zuviel und ich weiß nicht recht, wo ich beginnen soll. mir gehen unzählige gedanken durch den kopf und ich weiß nicht, welchen ich zuerst beschreiben soll. also lasse ich es lieber ganz.
heute aber bin ich in einer ganz merkwürdigen stimmung, über die ich eigentlich auch gar nicht mehr schreiben möchte, als dass sie da ist. und plötzlich fiel mir wieder mein blog ein, das ich schon ganz aus meinen gedanken verbannt hatte.
diese paar worte genügen mir dann aber auch schon wieder und ich hoffe, ich werde nicht allzulang wortlos bleiben.
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ich spiele zuviel, viel zu viel. so viel, daß ich nachts schon davon träume. nicht nur einmal, sondern öfter.
ich muß mich zusammenreißen und mich zügeln. aber ich hänge auch so sehr an den menschen mit denen ich spiele.
aber ich werde wohl trotzdem am wochenende wegfahren, um gar nicht die möglichkeit und zeit zu haben, das spiel auch nur zu sehen.
schlimm ist es.
sogar zum schreiben hier habe ich kaum lust. was sollte ich auch schreiben, beim spielen erlebt man ja nichts.
:/
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Seltenes
Heute ist sehr viel Seltenes passiert.
Gleich zu Anfang habe ich ein Haus übersehen. Eigentlich wars gar nicht klein, aber übersehen hab ichs trotzdem.
Dann hab ich wegen der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft eines sehr sehr sehr netten Menschen meinen Zug verpasst. (Ist mir wirklich fast noch nie passiert und sowieso nie, weil jemand nett zu mir war.)
Außerdem hab ich meine Tante zu Gesicht bekommen und meine Eltern sind mir erstaunlicherweise mal auf die Nerven gegangen, was auch nicht gerade oft vorkommt.
Und zum Abschluss hab ich heute seltenerweise riesigen Appetit auf Kakao. Eigentlich mag ich keine Milch, aber genau jetzt in diesem Moment würde mich ein heißer, schokoladiger Kakao glücklich machen. Hoffentlich hab ich noch Milch im Kühlschrank.
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Krank.
Ob ich da bin oder nicht, ist ganz egal. Daß ich weg bin, fällt nichtmal jemandem auf.
Stundenlang bin ich durch die nächtlichen Straßen gelaufen, niemand bemerkt mein Wegsein.
Aber nachts ist es schön hier, viel schöner als tagsüber.
Weniger Menschen, nur einige lachende, kichernde Leute, die wohl auf dem Weg nach Hause sind, viel zu laut erzählen für diese stillen Stunden. Aber alles ist laut, wenn es still ist. Sogar die Blätter fallen laut und ein Zug, der viele Kilometer entfernt ist macht viel zu viel Lärm.
Aber schön ist es.
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Schlechte Tage.
Es gibt Tage, da wäre ich am liebsten nicht da. Irgendwie einfach weg, nicht existent. Oder doch zumindest gefühllos, sowohl in körperlicher als auch in seelischer Hinsicht.
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